Veranstaltung des Fördervereins des prot. Gemeindezentrums Pfingstweide am 10.12.17

betrachtungen zum advent 1Advent und Musik gehören zusammen: Singen, ein Instrument spielen, gemeinsam musizieren, Musik hören. Und mit dem Hören ist vor allem die Orgel verbunden. Kaum ein anderes Instrument kann Stimmungen in der Advents- und Weihnachtszeit besser zum Ausdruck bringen. Mal leise und sachte, dann wieder volltönend, raumfüllend. Deshalb nannte der Förderverein unserer Pfingstweide seine letzte Veranstaltung in diesem Jahr auch „MUSIK zum ADVENT“.
Eine Veranstaltung unter vielen, könnte man meinen. Aber dem war nicht so, denn der späte Nachmittag bzw. frühe Abend des 2. Adventssonntages hatte einen besonderen Charakter, der zu Herzen ging. Woran das lag? Bei aller Unterschiedlichkeit der zahlreichen Besucher schien es mir doch so, als ob sich ein immer stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelte.
Schon der Kirchenraum mit vielen Kerzenlichtern ringsum auf dem Boden steckte einen äußeren Rahmen ab für die Gemeinschaft in seiner Mitte und sorgte damit für innere Wärme im Halbdunkel. Die Blicke wurden dabei unmerklich auf den helleren Altarbezirk gelenkt, wo Volker Keller zwischen verschiedenen Orgelstücken ausgewählte Passagen zur Bedeutung der Advents- und Weihnachtszeit vortrug.

Von hinten angestrahlt, ging auch ein warmes Leuchten von dem Altartuch aus. In unterschiedlicher Größe, je zwei rechts und links des schlichten Kreuzes in der Mitte, waren darauf vier Kerzen gestickt, die sich von dem hellen Hintergrund des Tuches abhoben und auf die vier Adventssonntage hinwiesen. Dass Herr Saalmüller dann mit seinem Orgelspiel nicht nur die Stimmen, sondern auch die Herzen zum Klingen brachte, versteht sich fast von selbst. Bei genauerer Betrachtung des Programms wird deutlich, wie gut Orgelstücke, die Lieder zum Mitsingen und die Lesungen aufeinander abgestimmt waren. Die einleitende Choralbearbeitung über „Nun komm, der Heiden Heiland“ wurde von J.S. Bach für den 1. Advent komponiert Die Hoffnung, dass der Heiland kommt, brachte unser betrachtungen zum advent 2Organist in ruhigen, fast zarten Orgeltönen zum Ausdruck, welche die Zuhörer zur inneren Einkehr einluden, weil man jedem einzelnen Ton nachhören und nachsinnen konnte. Immer wieder fühlte man sich auf die Hirten verwiesen, die die wunderlichen Ereignisse der Christnacht zum Aufbruch nach Bethlehem bewegten. Dass in Bethlehem der Beginn des christlichen Glaubens liegt, wurde durch die entsprechende Lesung noch verstärkt. Den Bezug zu den Hirten stellte Herr Saalmüller auch indirekt her, indem er dreimal eine Pastorale bzw. einen Auszug dar-aus von unterschiedlichen Komponisten des Barock vortrug. Im ursprünglichen Sinn ein Hirtenlied (< lat. pastor: der Hirte, der Herr ´Pastor´ ist ja auch ein ´Seelenhirte´) gilt die Pastorale als typische Weihnachtsmusik. Vom ruhigen, einfühlsamen Larghetto aus der Sinfonia Pastorale (J. Stamitz) über F. Geminiani bis hin zu G. Sammartini steigerte sich die Freude über die Geburt Christi in vollen Orgelklängen bis hin zu einem wahren Freudenausbruch. Dieselbe Steigerung war bei den weihnachtlichen Liedern zu spüren, von denen viele in der Reformationszeit entstanden. Auch hier spannte sich der Bogen vom Dunkel der Nacht, in dem Gott wohnen will, und das er mit dem Morgenstern dann doch erhellt, bis das Dunkel verschwindet, bis hin zur Gewissheit der gnadenbringenden Weihnachtszeit. Während „die Nacht ist vorgedrungen“ einen aktuellen Bezug zur Situation von Flüchtlingen, Armen und Einsamen herstellt (Klepper, dessen Frau Jüdin war, hat es 1937 vor dem Heiligen Abend geschrieben, er erlebte eine schreckliche Zeit und setzte trotz-dem auf das rettende Licht Gottes) – geht es über die Heilsankündigung für die „Tochter Zions“ (Jerusalem) durch die Geburt des Messias schließlich zur uneingeschränkten Freude der seligen Weihnachtszeit. Auch wenn der Gottessohn – wie V. Keller H. Hesse zitierte - immer wieder als Mensch geboren wird, zu frommen und zu tauben Ohren spricht, uns nah kommt und neu verloren geht, können wir jedes Jahr auf seine Wiedergeburt hoffen.

Mit dieser tröstlichen Gewissheit endete der spirituelle Teil der Veranstaltung, dem sich ein weihnachtlicher Imbiss anschloss. Dem Förderverein mit den Verantwortlichen für das Programm und seine Ausführung ebenso wie allen Helfern gebührt zu einem großen Lob auch der herzliche Dank für diesen stimmungsvollen, besinnlichen 2. Advent.

Ursula Päßler

   

Tageslosung  

Dienstag, 24. April 2018
HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
Gott, der reich ist an Erbarmen, hat uns in seiner großen Liebe, die er uns entgegenbrachte, mit Christus zusammen lebendig gemacht, obwohl wir tot waren in unseren Verfehlungen ? durch Gnade seid ihr gerettet.
   

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