israelreise 2016

Frühmorgens im November 2016 bestiegen 21 Teilnehmer den Bus zum Frankfurter Flughafen. In der Abfertigungshalle war es manchem schon etwas mulmig angesichts der MG bewaffneten Grenzschutzsoldaten. Nicht nur deshalb mag der eine oder andere vielleicht leise Zweifel bekommen haben, war meine Entscheidung richtig, die Reise mitzumachen. Die Bilder aus den Medien über dem Staat Israel, die Regierung des Landes gegenüber Palästinensern, ja, überhaupt der Konflikt im Nahen Osten. An all das musste mancher bei sich gedacht haben.

Am Spätnachmittag landeten wir dann sicher auf dem Flughafen in Tel Aviv. Im Bus nach Nazareth stellte sich uns Reiseleiterin Ruth Eisenstein vor - sehr erfahren und höchst kompetent und deshalb eine wertvolle Begleiterin.

Das Thema der Reise „Auf den Spuren Jesu“ zog sich durch die 9 Tage als roter Faden durch unser Programm. Begonnen haben wir unsere Rundreise in Sepphoris, einer archäologischen Ausgrabungsstätte und in der alte Seefahrer- und Kreuzritterstadt Akko. Der Tag endete in Nazareth mit dem Besuch der römisch-katholischen Verkündigungsbasilika, wo Erzengel Gabriel Maria die Geburt Jesu verkündigte und der Gabrielskirche, der griechisch-orthodoxen Variante der Verkündigungskirche.

Am 3. Tag steuerte unser Bus den Berg der Seligpreisungen an, von dort ging es nach Tabgha – dem Ort, wo nach der Tradition Jesus die 5.000 mit 5 Brote und zwei Fischen gesättigt hatte. Nach dem Mittagessen (Petrusfisch) am Ufer des Sees Genezareth ging es dann nach Kapernaum. Die Fundamente des Hauses, wo Petrus gewohnt hatte (überbaut mit einer modernen Kirche), und die Ruine einer alten Synagoge waren zu besichtigen. Den Abschluss machten wir dann in einer der größten Ausgrabungsstätten, Beth Shean. Unser „Nachlager“ bezogen wir in Jericho. Jericho liegt in der Jordansenke – und beherbergt den ältesten Turm der Welt.

Die Taufstelle, an der Johannes Jesus getauft haben soll, war am 4. Tag erste Station. Ein Höhepunkt war dann die Fahrt durch die Wüstenlandschaft zum Berg Masada, wo Herodes der Große eine Wüstenfelsenfestung hatte erbauen lassen. Danach ging es zum Fundort der berühmten Schriftrollen von Qumran und nach einem kurzen Badestopp am Toten Meer brachte uns der Bus nach Jerusalem.

In den nächsten drei Tagen eroberten wir uns Jerusalem. Aus Platzmangel seien nur die wichtigsten Stationen aufgeführt: Ölberg, Garten Gethsemane, Bethesda, Via Dolorosa, Grabeskriche, Gartengrab, Berg Zion, Schindlers Grab, Abendmahlssaal, Klagemauer mit Tempelberg mit Felsendom.

Ein ganz besonderer Höhepunkt war das Israel-Museum mit dem Schrein des Buches, dort wurden die originalen Schriftrollen aus Qumran gezeigt. Insgesamt wurden im Gebiet um Qumran ca. 900 Handschriften gefunden

Die Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust „Yad Vashem“ hat keinen unberührt gelassen. Sehr einfühlsam hat Ruth Eisenstein ihre Geschichte und die ihrer Familie erzählt.

Die beiden letzten Tage unsrer Reise führte uns zu den Patriachengräber in Hebron, danach zum Herodion, eine von Herodes d. Gr. errichtete Festungs- und Palastanlage und schließlich nach Bethlehem mit der Geburtsstätte Jesu, die Felder, wo den Hirten die Geburt Jesu verkündigt wurde. An diesen beiden Tagen hatte uns der christliche Palästinenser Kamal Mukarker aus Bet Jala geführt.

Die herzliche und unkomplizierte Gastfreundschaft von Kamal und seiner Familie zeigte sich am letzten Abend, wo wir zu ihnen nach Hause zum Abendessen eingeladen wwaren. Während des Essens berichtete Kamals Schwester von ihrer Arbeit mit traumatisierten Kindern und Frauen.

Am Tag unsrer Abreise waren wir noch für wenige Stunden Gast in „Life Gate“. Diese Einrichtung entspricht ungefähr unsrer „Lebenshilfe und betreut behinderte Kinder aus der Umgebung. Eine Arbeit, die besonders wichtig ist und leider von der Regierung nicht finanziell mitgetragen wird.

Vielleicht an dieser Stelle doch noch ein Wort zum Thema Sicherheit: zu keinem Augenblock fühlten sich die 21 Teilnehmer unwohl, unsicher oder bedroht. Die Freundlichkeit und Offenheit von Israelis und Palästinensern mit der unsere Gruppe überall herzlich begrüßt wurde, hat sicher sehr dazu beigetragen.

Wegen den manchmal mentalen schwierigen und körperlichen anstrengenden Programmpunkt kam es zu keinerlei disharmonischen Stimmungen innerhalb der Gruppe – ganz im Gegenteil!! Begeistert und voller vieler schöner Eindrücke sind wir nach 9 Tagen wieder gut in der Pfingstweide angekommen.

Volker Keller

   

Tageslosung  

Freitag, 21. Juli 2017
Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN!
Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen.
   

Kitas in der Region  

   

Gemeindebrief  

Nordlicht 19

Den aktuellen Gemeindebrief können Sie sich hier runterladen.

Viel Spaß beim lesen!!!

   
   

Login  

   

Newsletter

Sie möchten per Newsletter informiert werden wenn neue Beiträge / Termine veröffentlicht werden? Dann melden Sie sich einfach mit Ihrem Namen und Ihrer E-Mailadresse an!
   
© Region Ludwigshafen Nord 2016